Mentoring bringt Frauen in Führung

Noch 170 Jahre, dann werden Frauen in wirtschaftlichen Belangen die gleichen Chancen haben wie Männer, so das ernüchternde Ergebnis einer Studie des Weltwirtschaftsforums. Wer noch in diesem Leben Karriere machen will, setzt auf Mentoring.

Hamburg, 06.03.2017. - Seit mehr als 100 Jahren geht es am Internationalen Weltfrauentag um Gleichberechtigung. „In der Arbeitswelt ist Gleichbehandlung noch nicht erreicht - trotz Frauenquote und Maßnahmen gegen den Gender-Pay-Gap, die Lücke zwischen Gehältern von Männern und Frauen”, sagt Gabriele Hoffmeister-Schönfelder, Inhaberin der Hamburger Personal- und Unternehmensberatung kontor5 und Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Mentoring (DGM). Sie bedauert es, dass Frauen in den Führungsetagen deutscher Unternehmer nach wie vor unterrepräsentiert sind. „Unter volkswirtschaftlichen Aspekten ist es geradezu fahrlässig, auf das Potenzial von gut ausgebildeten Frauen zu verzichten.”

Gläserne Decken oder verkrustete Rollenmuster erschweren Frauen nach wie vor den Weg in die Führungsetagen. „Wer diese Hürden kräfteschonend umgehen will, sollte auf die Erfahrung von Kollegen setzen”, rät Gabriele Hoffmeister-Schönfelder. Seit mehr als zwanzig Jahren begleitet sie Unternehmen und Behörden, die Mentoring als strategische Maßnahme für die Förderung von Frauen in Führungspositionen erkannt haben. „Arbeitgeber aktivieren damit ihre wichtigsten Ressourcen - das sind die Fähigkeiten und Erfahrungen der Mitarbeiter”, so die Autorin des deutschen Standardwerks „MENTORING Im Tandem zum Erfolg”.

Gleichberechtigung ist heute wie vor 107 Jahren ein Thema am Weltfrauentag. In diesem Jahr haben die Vereinten Nationen das Motto „Frauen in der sich wandelnden Arbeitswelt” gewählt. Gabriele Hoffmeister-Schönfelder verweist auf die Chancen, die Digitalisierung und Vernetzung beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf bieten. Für sie allerdings nicht ausschließlich ein wichtiger Aspekt für Frauen: „Weniger Präsenz- und dafür flexible Arbeitszeit ermöglicht es Männern und Frauen, die Aufgaben im Beruf und in der Familie untereinander gerecht aufzuteilen.” Lassen Personalverantwortliche diese neuen Spielräume zu, binden sie Mitarbeiter ans Unternehmen und können den Wandel in der Berufswelt - Stichwort Arbeitswelt 4.0 oder alternde Belegschaft - gestalten. „Und wer auf Mentoring setzt, muss nicht 170 Jahre warten, bis Frauen und Männer in wirtschaftlichen Belangen die gleichen Chancen haben”, so Gabriele Hoffmeister-Schönfelder. (2.228 Zeichen)


kontor5 bietet seit 1999 Dienstleistungen im Bereich Personalentwicklung an. Die geschäftsführende Inhaberin Gabriele Hoffmeister-Schönfelder hat vor rund 20 Jahren das System Cross-Mentoring in Deutschland mitbegründet. Als Antwort auf den Wandel gesellschaftlicher Strukturen entwickelte sie außerdem das Prinzip Generationen-Mentoring und beteiligte sich an der Entwicklung des MENtorings für Väter in Führungspositionen. 2012 hat kontor5 gemeinsam mit anderen Unternehmen die Deutsche Gesellschaft für Mentoring ins Leben gerufen, Gabriele Hoffmeister-Schönfelder ist erste Vorsitzende.


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