MENtoring mit speziellen Angeboten für Väter

Väter, die ihre Verantwortung für den Nachwuchs ernst nehmen und dafür zeitweise beruflich eingeschränkt zur Verfügung stehen, kämpfen auch im 21. Jahrhundert mit Vorbehalten. MENtoring gibt (werdenden) Vätern Orientierungshilfe.

Hamburg, 7. August 2017 - „Dual Career Couples bilden mittlerweile die Mehrheit des hoch qualifizierten Führungsnachwuchses”, sagt Gabriele Hoffmeister-Schönfelder, Autorin des deutschen Standardwerks „MENTORING Im Tandem zum Erfolg” und Inhaberin der Hamburger Personal- und Unternehmensberatung kontor5. Das Konzept der „Doppelkarriere” umfasst ein Erwerbs- und Lebensmodell, bei dem Frauen und Männer gleichberechtigt eine eigenständige berufliche Karriere verfolgen und diese Ambitionen in Einklang mit Lebensqualität, Partnerschaft und der Familie bringen wollen. „Nach der Geburt eines Kindes stellen wir allerdings eine Retraditionalisierung fest”, so Hoffmeister-Schönfelder. „Das heißt, die eigentlich abgelehnte und für nicht mehr zeitgemäß befundene Geschlechterrollenzuschreibung wird wieder angewendet.”

Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Oftmals haben Männer eine besser bezahlte Position inne. Ein weiterer Grund ist allerdings auch, dass werdende Väter und ihre Bedürfnisse in Unternehmen kaum wahrgenommen werden. Meldet ein werdender Vater Elternzeit an, kann es ihm immer noch passieren, dass er auf Vorbehalte bei Vorgesetzten und auch im Kollegenkreis trifft. „Es fehlen männliche Vorbilder”, weiß Gabriele Hoffmeister-Schönfelder. „Wir wissen aus langjähriger Erfahrung, dass viele Mentoren im persönlichen Gespräch im Rückblick auf ihre eigene Karriere bedauern, dass sie kaum Zeit für ihre Kinder hatten. Sie haben ihre Kinder erst kennengelernt, als diese schon fast erwachsen waren und sind traurig darüber.”

Um der jüngeren Generation diese Erfahrung zu ersparen, hat kontor5 in Zusammenarbeit mit Volker Baisch, dem Geschäftsführer der Väter gGmbH, ein spezielles Mentoring-Programm für Väter entwickelt. Junge Führungskräfte, die gerade Vater geworden sind oder werden (Mentees), lernen über ein Jahr von erfahrenen Führungskräften (Mentoren), wie diese den Spagat zwischen beruflichen Anforderungen und Vaterschaft im Alltag meistern und gemeistert haben – vertrauensvoll, offen und auf Augenhöhe.

„Dabei setzen wir auf eine verbesserte Kommunikation und gleichzeitig auf die Bewusstmachung des Themas ‚Männer & Familie’ in den Unternehmen”, schildert Gabriele Hoffmeister-Schönfelder. Denn auch Männer haben ein Recht auf Unterstützung, wenn sie Job und Familie vereinbaren wollen. „Von einem ehrlichen und authentischen Miteinander in Bezug auf das Thema Vereinbarkeit profitieren nicht nur Mentees und Mentoren, sondern auch die Unternehmen: Positive Arbeitserlebnisse führen zu positiven Arbeitsergebnissen und zu einem besseren Image als Arbeitgeber”, weiß Gabriele Hoffmeister-Schönfelder. (2.624 Zeichen)


kontor5 bietet seit 1999 Dienstleistungen im Bereich Personalentwicklung an. Die geschäftsführende Inhaberin Gabriele Hoffmeister-Schönfelder hat vor rund 20 Jahren das System Cross-Mentoring in Deutschland mitbegründet. Als Antwort auf den Wandel gesellschaftlicher Strukturen entwickelte sie außerdem das Prinzip Generationen-Mentoring und beteiligte sich an der Entwicklung des MENtorings für Väter in Führungspositionen. 2012 hat kontor5 gemeinsam mit anderen Unternehmen die Deutsche Gesellschaft für Mentoring ins Leben gerufen, Gabriele Hoffmeister-Schönfelder ist erste Vorsitzende.


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